An alle Hai-Nachtsfans: Die SchleFaZ-Winterstaffel kommt! Und damit wird es wieder hai-melig bei den schlechtesten Filmen aller Zeiten. Advent mit den Schlechtfilm-Experten Oliver Kalkofe und Peter Rütten heißt: viermal freitags feinster Film-Irrsinn und zum Auftakt übernehmen am 27.11. endlich mal wieder die Haie die Weltherrschaft und zwar in der Klima-Filmgrütze SchleFaZ: Planet of the Sharks.

Immer zur gewohnten SchleFaZ-Zeit, freitags, roundabout 22 Uhr, geht es munter weiter.

Am 04.12. bieten wir mit SchleFaZ: R.O.T.O.R. einen „Robo-nator“ aus dem Thermomix. Am 11.12. in SchleFaZ: Gefangene des Universums gilt „Zottel trifft Trottel“: Ein B-Movie-Spektakel um ein paar Freaks, die mit einer selbstgebastelten Zeitmaschine zu einer Horde Höhlenmenschen reisen. Geht’s noch? Oh ja! Mehr Hirn gibt’s am 18.12. bei SchleFaZ: The Brain, dem großen X-Mas-Finale um eine durchgeknallte Intelligenzbestie.

Das Adventsprogramm im Einzelnen:

SchleFaZ: Planet of the Sharks

Fr 27.11. | 21:55

Endlich wieder Haie bei SchleFaZ, und was für welche! Waterworld trifft auf The Asylum in dem Hai-Murks-Movie Planet of the Sharks, der von Oliver  Kalkofe und Peter Rütten heute genussvoll filetiert wird. Regisseur? Unwichtig. Cast? Kennt man nicht. Genre: „Hai-Voltage-Ökothriller“. Handlung: „Haie werden pseudowissenschaftlich ins Koma gequatscht“. Ausstattung: „Für das Set haben sie die vier Bootsstege, die mal Junk City sein sollten, mit strohigen Palmwedeln vom Baumarkt beworfen und einfach wiederverwendet“. Da wird doch der Fisch in der Pfanne verrückt!

Inhalt

In nicht allzu ferner Zukunft: Die Erde ist nach der Klimakatastrophe fast vollständig überschwemmt. Menschen leben nur noch wenige auf zwei übriggebliebenen Inseln im endlosen Ozean. Die Herrschaft über die Welt haben die Haie übernommen. In einer weltweit organisierten Schule angeführt von einem gigantischen Alpha-Monster …

Planet of the Sharks (USA 2016). Regie: Mark Atkins. Darsteller: Brandon Auret, Stephanie Beran, Lindsay Sullivan u. v. a.

SchleFaZ: R.O.T.O.R.

Fr 04.12. | 22:15

Mit R.O.T.O.R. widmen sich die Filmexperten Oliver „Kalkinator“ Kalkofe und Peter „Zichten-Cop“ Rütten einer „echten Perle der Action-Trash-Kunst, einem hammerharten Mix aus Robocop (kam im selben Jahr in die Kinos) und Terminator (1984), ein Robo-nator geschrieben von Budd Lewis einem (echt!) Schlumpf-Drehbuchautor. Hier wird wirklich alles vergeigt, was man vergeigen kann. R.O.T.O.R. ist ein mehr als würdiger „schlechtester Film aller Zeiten“: Hasta la Vista, SchleFaZ!

Hintergrund

R.O.T.O.R. thematisiert ein Roboter-Projekt des Police Department von Dallas, das „die Zukunft der Gesetzesvollstreckung“ einläuten soll. Dallas passt: die Stadt ist Tech-Pionier („Texas Instruments“) und die echte Polizei von Dallas ist die erste, die in den USA einen bombenbewehrten Roboter einsetzte, um einen schwer bewaffneten Verdächtigen niederzustrecken.

Drehbuchautor Budd Lewis lehnte R.O.T.O.R. letztlich ab: Er tadelte Regisseur Cullen Blaine und Hauptdarsteller Richard Gesswein, sein Buch umgeschrieben und dabei den Großteil des Humors eliminiert sowie – aus Kostengründen – einige wichtige Szenen durch Belanglosigkeiten ersetzt zu haben.

R.O.T.O.R. wurde übrigens auch als Blue Steel vermarket, hat aber nichts mit Kathryn Bigelows gleichnamigen Top-Thriller mit Jamie Lee Curtis gemeinsam.

Die unglaublich spannende Handlung

In Dallas entwickelt Dr. Coldyron mit Dr. Steele im Auftrag der Regierung den Polizeiroboter der Zukunft. Der R.O.T.O.R. soll bald zum Einsatz kommen. Doch versehentlich wird die unfertige Kampfmaschine vor der Zeit aktiviert: R.O.T.O.R. nimmt ungefragt die Arbeit auf, gibt es unschuldige Tote: Wer zu schnell fährt, wird erschossen – Judge Dredd auf Speed!

R.O.T.O.R. (USA 1987). Regie: Cullen Blaine. Darsteller: Margret Trigg, Richard Gesswein, Jayne Smith u. v. a.

SchleFaZ: Gefangene des Universums

Fr 11.12. | 22:00 Uhr

Wie man es trotz zweier echter Filmstars versemmeln kann: Weder Kay Lenz (American Graffiti, Begegnung am Vormittag) noch – OMG! – Richard Hatch (Battlestar Galactica, beide Iterationen) können dieses cineastische Geschwurbel retten.

Noch nie waren sich Oliver Kalkofe und Peter Rütten so einig: „SchleFaZ: Gefangene des Universums ist ein von unzähligen Sci-Fi-Gourmets unseres Planeten sträflich vergessenes, kolossal köstliches Fantasyfilm-Soufflé, das schon in der ersten Minute in sich zusammenfällt.“ Nur durch die kompetente Betreuung der Herren Kalkofe und Rütten ist diese „Primitivling meets Hobbybastler“-Zelluloid-Schimäre auszuhalten.

Die unglaublich spannende Handlung

Eine schöne (lechz) Reporterin (Lenz), ein heldenhafter (uga, uga) Elektriker (Hatch) und ein (w)irrer Doktor (egal). Durch eine Zeitmaschine und einen Fehler geraten Dr. Hartmann (der depperte Doktor), Carrie (die, lechz, schöne Reporterin) und Elektro-Dan (uga, uga) in die barbarisch-wilde Parallelwelt „Vonja“. Hier herrschen der zottelige Kleel (Sean Connery für Arme) und verdammt raue Sitten. Carrie und Dan versuchen alles, um in ihre Zeit zurückzukehren, während Dr. Hartmann … Ein B-Movie-Spektakel für das A-Team der Furzfilm-Verkoster – Euch liebe Schlefazianer!

Gefangene des Universums (GB 1983). Regie: Terry Marcel. Darsteller: Richard Hatch, Kay Lenz, John Saxon u. v. a.

SchleFaZ: The Brain

Fr 18.12. | 22:00

Olli und Peter servieren zum Weihnachtsfest mit SchleFaZ: The Brain „einen Christmas-Kracher aus der blühendsten Blütezeit der trashbunten Eighties“. Das klingt nach zuckerwattiger Kitsch-Garantie mit überkoloriertem Blinklichter-Overkill, aber leider schmeckt der „Brainkiller-B-Movie-Video-Blockbuster“ von Ed Hunt eher nach Kleinhirn als nach Mastermind: Obwohl es rein massetechnisch bei SchleFaZ nie mehr Hirn gab, dreht es sich in dieser balla-balla-Story voller billiger Spezialeffekte doch um ein gigantisches grausames Gehirn im Keller, das einen Forscher lenkt und für völlig abgedrehte Morde verantwortlich ist. Dem Drehbuchautor möchte man noch im Nachhinein themengrerecht entgegenrufen: „Himmel, lass Hirn regnen!“

Die unglaublich spannende Handlung

Fast alle hängen vor der Glotze, wenn die Sendung „Unabhängiges Denken“ mit dem berühmten Dr. Blake läuft. Er hat die höchsten Einschaltquoten, doch während seiner Sendung begehen immer mehr Menschen Selbstmord oder verunglücken auf seltsame Art und Weise. Der Schüler Jim Majelewski entdeckt schließlich, dass der TV-Star hinter alledem steckt. Es kommt sogar noch schlimmer: Der Doktor wird von einem Monster gelenkt!

The Brain (CDN 1988). Regie: Ed Hunt. Darsteller: Tom Bresnahan, Cynthia Preston und David Gayle.